Klinik für Gynäkologie im St.-Johannes-Hospital Dortmund

Gynäkologie

So schonend wie möglich

Wir nehmen in dieser Klinik alle gynäkologischen Eingriffe vor. Im zertifizierten Brustzentrum bieten wir unseren Patientinnen eine optimale Behandlung nach dem aktuellsten Stand der Wissenschaft. Die Brustsprechstunde wird in der Regel von Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Georg Kunz persönlich durchgeführt. Zudem bieten wir eine Dysplasiesprechstunde für Frauen mit Erkrankungen des Gebärmutterhalses, des Muttermundes oder der Schamlippen an. In einer eigenen urogynäkologischen Sprechstunde werden Sie von einem spezialisierten Oberarzt betreut. Ziel dieser speziellen Sprechstunden ist es, Patientinnen frühzeitig zu helfen und unnötige Operationen zu vermeiden.

Im Bereich der gynäkologischen Onkologie behandeln wir leitliniengerecht sämtliche gut- und bösartigen Erkrankungen des weiblichen Genitals. In Kooperation mit anderen Fachabteilungen führen wir radikal-operative Verfahren bis zu höchsten Schwierigkeitsgraden durch. Ausnahmslos alle Therapieempfehlungen für Frauen mit bösartigen Erkrankungen entwickeln wir im Rahmen einer gemeinsamen Tumorkonferenz.

Bösartige Erkrankung der weiblichen Brust

Das Mammakarzinom ist in der westlichen Welt die häufigste Krebserkrankung der Frau. Der Tumor entsteht in der Brustdrüse und wird oftmals beim Abtasten der Brust erkannt. Die meisten Erkrankungen treten zufällig auf. Beruhigend ist jedoch, dass gutartige Befunde häufiger vorkommen als bösartige.

Symptome

Die Forschung der letzten Jahrzehnte zeigt deutlich: Es sind oft dieselben Symptome, die auf eine bösartige Veränderung der Brust hinweisen. Dazu gehören:

  • eine eingezogene Brustwarze,
  • ungewöhnliche Knoten beim Abtasten der Brust,
  • plötzlich unterschiedlich große Brüste,
  • Rötungen oder Schuppungen der Haut, die sich nicht zurückbilden,
  • „Apfelsinenhaut“ (grübchenartig eingezogene Haut an der Brust),
  • der Austritt einer farblosen oder blutigen Flüssigkeit aus der Brust.

Ursachen

Das persönliche Brustkrebsrisiko einer Frau hängt immer von verschiedenen Faktoren ab. Hormone, eine genetische Anfälligkeit (Disposition) und der persönliche Lebensstil können die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass sich ein Mammakarzinom entwickelt. Wenn sich das Erbgut in den Körperzellen verändert, kann Krebs entstehen.

Therapie

  • Operation
    (Brust, Achselhöhle) Wir führen komplexe onkoplastische und rekonstruktive Operationen durch. Dabei arbeiten wir eng mit dem Chirurgen Dr. Martin Reifenrath als beratendem Arzt zusammen.
  • Strahlentherapie
    Bei der Strahlentherapie kooperieren wir mit der Gemeinschaftspraxis für Strahlentherapie Dortmund. Die eingesetzten modernen Geräte können eine verkürzte Therapie ermöglichen.
  • Chemotherapie
    Wir wenden konsequent die primär-systemische Therapie an. Das bedeutet: Betroffene Frauen werden zunächst chemotherapeutisch behandelt und erst in einem zweiten Schritt operiert. So sind auch bei problematischen Krankheitsverläufen häufig noch brusterhaltende Operationen möglich. Die Chemotherapie wird in der Klinik für Innere Medizin II durchgeführt, in der die onkologische Abteilung angesiedelt ist.
  • Anti-Hormontherapie
  • Antikörper-Therapie
  • zielgerichtete Therapien

 

Auf welche Therapie wir bei einer Patientin zurückgreifen, hängt vom Stadium der Erkrankung ab. Mehr Informationen zum Thema Brustkrebs finden Sie auf den Seiten unseres Brustkrebszentrums.

Bösartige Erkrankung des weiblichen Genitals

Zunächst muss zwischen dem inneren und dem äußeren Genital differenziert werden. Das äußere Genital heißt Vulva. Die Vulva wird vom Venushügel und den Schamlippen begrenzt. Zum inneren Genital zählen neben der Vagina die Gebärmutter, der Gebärmutterhals, die Eileiter und die Eierstöcke. An dieser Stelle gehen wir ausschließlich auf das innere Genital ein.

Um bösartige Erkrankungen möglichst frühzeitig zu erkennen, bieten wir eine Dysplasiesprechstunde an. Ziel es ist, unnötige Operationen zu vermeiden.

Symptome

  • Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom): Die hauptsächlichen Symptome sind Gewichtsverlust, Schwächegefühle und ein zunehmender Bauchumfang. Hinzu kommt starker Gewichtsverlust.

  • Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom): Blutungen nach der Postmenopause sowie Veränderungen von Dauer und Stärke der Blutungen vor der Menopause.

  • Scheideneingangskrebs (Vulvakarzinom): Kleine erhabene Verhärtungen und Flecken, blutiger Ausfluss, Juckreiz sowie spürbare Knoten oder Geschwüre mit blumenkohlartiger Oberfläche am äußeren Genital.

  • Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom): Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr sowie Blutungen außerhalb des Monatszyklus.

Ursachen

  • Eierstockkrebs: Hauptrisikofaktor ist die genetische Veranlagung. Weitere  Es konnte gezeigt werden, dass Frauen, die die Antibabypille nehmen, ein geringeres Risiko für Eierstockkrebs haben.

  • Gebärmutterkrebs: Die Hintergründe der Erkrankung sind nach wie vor nicht eindeutig geklärt. Es gibt jedoch Faktoren, die diesen Krebs begünstigen: Dazu gehört ein langfristiger Einfluss des Hormons Östrogen. Er kann durch Übergewicht und Kinderlosigkeit verursacht werden. Auch eine Östrogenbehandlung kann sich negativ auswirken. Frauen nach den Wechseljahren sind am häufigsten von Gebärmutterkrebs betroffen. Ein erhöhtes Risiko haben weiterhin Frauen mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit).

  • Scheideneinganskrebs: Verantwortlich sind Infektionen mit dem Humanen Papillomavirus (HPV) vom Typ 16 oder 18. Chronische Erkrankungen von Vulva und Scheide erhöhen das Risiko, an Scheideneingangskrebs zu erkranken.

  • Gebärmutterhalskrebs: Auslöser ist eine Infektion mit bestimmten Typen der Humanen Papillomviren (HPV). Diese Viren werden hauptsächlich beim Geschlechtsverkehr übertragen.

Therapie

  • Eierstockkrebs: Wir führen häufig eine radikale Operation durch, deren Ziel es ist, den Tumor komplett zu entfernen. Im Anschluss an die OP erhält die Patientin eine Chemotherapie.

  • Gebärmutterkrebs: Wird das Karzinom in einem frühen Stadium entdeckt, sind die Heilungschancen sehr gut. Die Gebärmutter und ihre Anhangsgebilde (Gebärmutterhals) sollten operativ entfernt werden. Dabei wenden wir die „totale mesometriale Resektion“ an. Zur Diagnose und Therapie entnehmen wir Lymphknoten. Vorstufen eines Gebärmutterkrebses können wir sehr gut hormonell behandeln. Ist die Patientin noch jung und möchte Kinder, greifen wir auf eine konservative Therapie zurück: eine Ausschabung. Im Anschluss an die Operation empfiehlt sich eine Strahlentherapie.

  • Scheideneingangkrebs: Auch hier operieren wir den Tumor und entnehmen anschließend Lymphknoten. Innerhalb der sogenannten Vulvafeldresektion entfernen wir den Tumor und rekonstruieren die Vulva. Ziel ist neben der Tumorentfernung also die Sofortrekonstruktion einer symmetrischen Vulva.

  • Gebärmutterhalskrebs: Ob OP, Bestrahlung, Chemotherapie oder eine Kombination – die Wahl der Therapie hängt vom Erkrankungsstadium ab. Wird der Krebs frühzeitig entdeckt, operieren wir und entfernen einen kegelförmigen Teil des Muttermunds. Anwendung findet hier die Methode der „totalen mesometrialen Resektion“. In Kombination mit der OP entnehmen wir außerdem Lymphknoten zu Diagnose- und Therapiezwecken.
Vorstufen bösartiger Erkrankungen des weiblichen Genitals

Vorstufen lassen sich nur für Gebärmutterhals- und Scheideneingangskrebs identifizieren. Diese Vorstufen werden in drei Stadien eingeteilt, wobei im dritten Stadium ein Übergang zum Karzinom sehr wahrscheinlich ist. Um dies zu erkennen, dient die Dysplasiesprechstunde. Für den Gebärmutterkörperkrebs ist bislang keine Vorstufe bekannt. Allenfalls ist eine Früherkennung durch die Postmenopausenprüfung möglich. Beim Eierstockkrebs gibt es nur sehr langsam wachsende Formen, die mitunter frühzeitig erkennbar sind.

Gutartige Erkrankung der weiblichen Brust

Das Mammakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung der Frau in der westlichen Welt. Der Tumor entsteht in der Brustdrüse und wird oftmals beim Abtasten der Brust erkannt. Die meisten Erkrankungen treten zufällig auf. Beruhigend ist jedoch: Gutartige Befunde kommen viel häufiger vor als bösartige. Allerdings können gutartige Veränderungen das Risiko für Brustkrebs teilweise erhöhen.

Symptome

Die Forschung der letzten Jahrzehnte zeigt deutlich: Es sind oft dieselben Symptome, die auf eine gutartige Veränderung der Brust hinweisen. Dazu gehören:

  • Knoten,
  • Fibroadenome (gutartige Geschwülste, bestehend aus Binde- und Drüsengewebe),
  • Mastopathie (knotige Umbauvorgänge im Brustgewebe). Taucht oft auf in Verbindung mit einem Spannungsgefühl oder Schmerzen in der Brust.
  • Fibrozystische Mastopathie (Zysten im Bereich der Drüsenläppchen),
  • Mikrokalk (kleinste Verkalkungen, über die eine Mammografie weitere Auskünfte geben kann),
  • Neoplasien (neu gebildete Gewebe bzw. Gewebeveränderungen).

Ursachen

Das persönliche Brustkrebsrisiko einer Frau hängt immer von verschiedenen Faktoren ab. Hormone, eine genetische Anfälligkeit (Disposition) und der persönliche Lebensstil können die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass sich ein Tumor entwickelt.

Wenn sich das Erbgut in den Körperzellen verändert, kann Krebs entstehen. Ob sich Zysten bilden, hängt von der Drüsendichte der weiblichen Brust ab. Eine hohe Dichte erhöht das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken: Nicht die Zyste, sondern die Drüsendichte ist gefährlich.

Therapie

Gutartige Erkrankungen müssen häufig nicht operiert, sondern lediglich diagnostiziert werden. Bemerken wir aber beispielsweise eine veränderte Zyste oder einen auffälligen, entnehmen wir eine Probe und lassen sie histologisch untersuchen, um Krebs auszuschließen. Bestätigt sich eine harmlose Erkrankung, operieren wir nur auf Wunsch oder dann, wenn letzte Zweifel bestehen. Das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, wird durch eine Zyste nicht erhöht.

Gutartige Erkrankung des weiblichen Genitals

Zunächst muss zwischen dem inneren und dem äußeren Genital differenziert werden. Das äußere Genital heißt Vulva. Die Vulva wird vom Venushügel und den Schamlippen begrenzt. Zum inneren Genital zählen neben der Vagina die Gebärmutter, der Gebärmutterhals, die Eileiter und die Eierstöcke.

Eierstockkrebs kommt sehr selten vor. Viel häufiger sind in der Regel Veränderungen an den Eierstöcken, die oft harmlos sind, etwa Zysten. Auch beim Gebärmutterkrebs weisen die unten genannten Symptome (wie zum Beispiel chronische Bauchschmerzen) nicht immer auf einen Krebs hin. Ein Arztbesuch zur genauen Abklärung kann Frauen hier Sicherheit verschaffen. Das gilt zudem für Scheidenkrebs. Um Gebärmutterhalskrebs frühzeitig entdecken zu können, sollten Frauen ab dem 20. Lebensjahr zur Vorsorgeuntersuchung gehen.

 

  • Eierstockkrebs: gutartige Zysten, beispielsweise Myome.
  • Gebärmutterkrebs: Uterusmyome (Uterus = Gebärmutter), die durch Entfernung der Gebärmutter oder mittels konservativer Verfahren behandelt werden – abhängig davon, ob der Gebärmutterhals erhalten werden soll oder nicht. Dabei ist kein Verfahren vorteilhafter als das andere.
  • Endometriose: Wenn sich Gebärmutterschleimhaut auch außerhalb der Gebärmutter befindet – zum Beispiel in den Eierstöcken, im Darm oder in der Blase – spricht man von einer Endometriose. Sie ist an sich nicht gefährlich, aber oft die Ursache für starke Bauchschmerzen und weibliche Unfruchtbarkeit (Sterilität). Die Endometriose kann in die Muskulatur der Gebärmutter hineinwachsen, was aber ebenfalls nicht bedrohlich ist.


Endometriose ist eine verbreitete gynäkologische Krankheit und tritt in der Regel     zwischen der Pubertät und den Wechseljahren auf. Unser Chefarzt Dr. Kunz ist ein Experte auf diesem Gebiet, weil er lange dazu geforscht hat.

Symptome

  • Hauptsymptome sind starke Schmerzen während der Monatsblutung,
  • Schmerzen beim oder nach dem Geschlechtsverkehr,
  • wiederkehrende Schmerzen im Unterbauch und
  • Schmerzen bei gynäkologischen Untersuchungen.

Ursachen

Eine eindeutige Ursache für das Auftreten des Gebärmutterschleims an diversen Organen gibt es bis heute nicht. Es bestehen lediglich zwei Theorien: Die eine besagt, dass zum Beispiel die Monatsblutung nicht nur durch die Scheide abfließt, sondern auch durch die Eileiter in die Bauchhöhle gelangt. Dadurch siedeln sich die Schleimhautzellen an einer anderen Stelle (etwa an den Eierstöcken) wieder an. Bei der zweiten Theorie wird davon ausgegangen, dass sich die Schleimhautzellen außerhalb der Gebärmutterhöhle neu bilden.

Therapie

Da die Ursache der Endometriose nach wie vor unbekannt ist, gibt es keine gezielte Therapie. Im Rahmen einer Bauchspiegelung besteht aber die Möglichkeit, betroffene Stellen zu behandeln, indem sie verödet oder entfernt werden. Letzteres hängt auch von der Familienplanung der Patientin ab. Bereitet eine Endometriose keinerlei Beschwerden, ist eine Therapie nicht notwendig.

Senkungs- und Inkontinenzbeschwerden

Es gibt verschiedene Gründe für einen unwillkürlichen Harnverlust: Man spricht dann von einer „schwachen Blase“. Die Blase ist aber nicht immer und nicht zwangsläufig für eine Inkontinenz verantwortlich.

Generell wird zwischen einer Harn- und einer Stuhlinkontinenz unterschieden. In diesem Abschnitt widmen wir uns der Harninkontinenz. Sie taucht nicht nur in steigendem Alter auf, sondern auch bei jüngeren Frauen. Bis zu einem Drittel aller Frauen sind von Senkungs- und Inkontinenzbeschwerden betroffen. Wir bieten für diese Beschwerden eine eigene Sprechstunde an, die ein Oberarzt leitet.

Symptome

  • unwillkürlicher Urinverlust (Belastungsinkontinenz, hieß früher auch Stressinkontinenz),
  • plötzlicher und übermäßig starker Harndrang (Dranginkontinenz),
  • Mischinkontinenz (Symptome der Belastungsinkontinenz und Dranginkontinenz treten gemeinsam auf),
  • selbstständige Entleerung der Blase (Reflexinkontinenz),
  • ständiger Verlust von Urin, die Ursache liegt jedoch außerhalb der Harnwege (extraurethrale Inkontinenz).

Ursachen

Die häufigsten Ursachen sind Schwangerschaft und Geburt. Hinzu kommt eine gewisse Bindegewebsschwäche. Übergewicht kann ebenfalls Senkungs- und Inkontinenzbeschwerden verursachen. Auch bei Frauen, die viel und schwer heben müssen, könnnen sich die Symptome zeigen.

Die Belastungsinkontinenz steht in unserer Fachabteilung im Fokus. Frauen sind davon weitaus häufiger betroffen als Männer. Das liegt daran, dass Frauen ein breiteres Becken und relativ schwache Beckenbodenmuskeln haben. Schwangerschaften und Entbindungen strapazieren den Beckenboden zusätzlich. Weiterhin sind Operationen und Verletzungen im Beckenbereich oft die Ursache einer Belastungsinkontinenz.

Therapie

Eine Behandlung muss stets individuell angepasst werden. Vielfach hilft ein Beckenbodentraining, das unter fachkundiger Leitung, etwa von Physiotherapeuten, stattfinden sollte. In unserer Klinik behandeln wir zudem mit konservativen und modernen operativen Verfahren. Dazu gehören:

  • spannungsfreie Netztechniken,
  • Schlingentechniken,
  • die Unterspritzung der Harnröhre.