Leistungsspektrum und Weiterbildung

Zum Leistungsspektrum der Klinik gehören:

 

  • ca 14.500 Anästhesien pro Jahr
  • die operative Intensivmedizin
  • die Schmerztherapie
  • die Notfallmedizin

 

Der Chefarzt verfügt über die volle Weiterbildungsermächtigung zum Facharzt für Anästhesie und spezielle anästhesiologische Intensivmedizin.

Anästhesie:


Die Klinik für Anästhesie und operative Intensivmedizin versorgt die Kliniken für Herz-Thorax- und Gefäßchirurgie, Allgemeinchirurgie, Gynäkologie, Hals-Nasen–Ohren Heilkunde und  Augenheilkunde in insgesamt 14 OP Sälen . Davon befinden sich 10 OP-Säle im Zentral-OP, 3 Säle im Augenkliniksbereich, und ein OP-Saal am Kreißsaal.
Dem Zentral-OP ist ein anästhesiologischer Aufwachraum mit 12 Plätzen angeschlossen.

Zwei weitere OP-Säle im ambulanten Operationszentrum (AOZ) werden unter Leitung  eines Anästhesisten mit personeller Unterstützung aus der Hauptabteilung betrieben. In diesem Bereich  werden unter anderem viele Kinder aus der HNO Klinik bei Narkosen betreut.

Die Klinik für Herz-Thorax und Gefäßchirurgie führt ca. 1200 Operationen unter Zuhilfenahme der Herz-Lungenmaschine, über 200 Eingriffe an der Aorta, über 200 Eingriffe an der A. carotis und weitere zahlreiche Operationen am Thorax und den  peripheren Gefäßen durch. Für intraoperative TEE-Untersuchungen sind die Anästhesisten zuständig. Es werden weiterhin alle invasiven Monitoringverfahren angewendet.
Ein Schwerpunkt der Herz-Thorax- und Gefäßchirurgie liegt im Bereich der thorakoabdominalen Aortenchirurgie. Diese Eingriffe erfordern u.a. einen sicheren Umgang mit Doppellumentubus inklusive fiberoptischer Kontrolle, thorakaler PDA, Spinalkatheter und Linksherzbypass.

In der Klinik für Allgemeinchirurgie reicht das Spektrum von der minimalinvasiven Chirurgie bis zur Ösophagusresektion als Zweihöhleneingriff mit abdominalem und thorakalem Zugang. Der überwiegende Teil der Patienten, die für Laparotomien vorgesehen sind, wird mit thorakalen Periduralkathetern  zur postoperativen Schmerztherapie versorgt.

Sowohl in der Augenklink als auch in der HNO-Klinik wird das gesamte operative Spektrum inklusive aufwendiger, invasiver Tumorchirurgie abgedeckt.

In der Klinik für  Gynäkologie und Geburtshilfe betreut die Anästhesie zwei OP-Säle. Die jährliche Geburtenrate beträgt ca. 1300. Ca. 300 Entbindungen werden mit der Hilfe einer geburtshilflichen Peridualkatheteranalgesie mit PCEA versorgt. Die Sectio caesarea (ca. 300 / Jahr) wird zum überwiegenden Anteil (ca. 90%) in Spinalanästhesie durchgeführt.

Intensivmedzinische Versorgung:


Auf der im Jahr 2004 neuerbauten  operativen Intensivstation unter anästhesiologischer Leitung werden in 18 Betten über 2000 Patienten pro Jahr von allen operativen Abteilungen betreut. 14 Betten sind als Beatmungsplätze ausgelegt. Die kardiochirurgische Intensivmedizin ist ein wichtiger Schwerpunkt, da sich der Großteil des Patientengutes zuvor herz- bzw. gefäßchirurgischen Eingriffen unterzogen hat. Diese Patienten bedürfen in der Regel eines invasiven hämodynamischen Monitorings.


Diese  Intensivstation wird ärztlicherseits im Dreischichtbetrieb besetzt und im Tagesbetrieb unter ständiger Anwesenheit eines Oberarztes geführt. Die Zusatzweiterbildung in Spezieller anästhesiologischer Intensivmedizin kann bei uns nach der Facharztprüfung erworben werden.
Zusätzlich wird die separate Intensivpflegeeinheit der Herz-Thorax-Gefäßchirurgie mit 8 Betten ärztlich kooperativ von der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin und der Klinik für Herz-Thorax-Gefäßchirurgie versorgt. Diese Intensivstation betreut vorwiegend sog. Langlieger- und Langzeitbeatmungspatienten.

 

Die Weiterbildung in spezieller anästhesiologischer Intensivmedizin kann bei uns erworben werden.

 

Schmerzdienst:


Für die Schmerztherapie stehen unter Verantwortung eines eigenen Oberarztes 6 stationäre Betten zur Verfügung. An der perioperativen Schmerztherapie und der Versorgung der stationären Schmerzpatienten während der Bereitschaftsdienstzeit sind alle Ärzte beteiligt. Im Tagesbetrieb wird der in der Schmerzambulanz tätige Oberarzt durch einen Assistenzarzt unterstützt. Die Weiterbildungsermächtigung für die Spezielle Schmerztherapie beträgt z.Zt. 6 Monate.

Notfallmedizin:


Die Ärzte der Klinik für Anästhesie und operative Intensivmedizin besetzen rund um die Uhr das NEF 1882 am Marienhospital in DO-Hombruch.
Die Ausbildung in der Rettungsmedizin erfolgt im Rahmen der notärztlichen Versorgung der Stadt Dortmund.

Weiterbildung:


Im Rahmen eines regelmäßigen jeweils halbjährlichen Assistenzarzt- Austausches mit dem Marienhospital in Lünen besteht die Möglichkeit ein anderes Krankenhaus kennenzulernen. Zudem lassen sich dort Erfahrungen auf dem dort stationierten Rettungshubschrauber und in den Fachbereichen (Neurochirurgie, Urologie, Unfallchirurgie) sammeln, die an unserem Haus nicht vertreten sind.

Das monatlich stattfindende Dortmunder Anaesthesie-Kolloquium wird vom Abteilungsleiter mitorganisiert. Die Weiterbildungsassistenten durchlaufen eine feste Rotation durch alle Kliniksbereiche und werden unter anderem anhand eines Curriculums ausgebildet.