Das tut jetzt der Mutter gut

Nachsorge

Spätestens im fünften oder sechsten Schwangerschaftsmonat sollten Sie sich um eine Nachsorgehebamme kümmern. Sie besucht Sie in der Zeit des Wochenbetts, mindestens für sechs bis acht Wochen, und berät Sie in allen Fragen rund um das Baby und Ihre eigene Gesundheit. Gerne zeigt Ihnen Ihre Hebamme auch bestimmte Handgriffe und Techniken im Umgang mit dem Neugeborenen. Ebenso sorgt sich die Hebamme auch um Ihr Wohlbefinden. Damit Sie in jedem Fall eine Hebamme finden, hält die Stadt Dortmund eine Hebammen Hotline unter (0231) 50 10188 bereit.

Schmerz und Heilung

Insbesondere in der Zeit des Wochenbetts sollten Sie sich schonen. Denn der Körper braucht nach der Entbindung etwa sechs bis acht Wochen Zeit, bis er sich von Schwangerschaft und Geburt erholt hat. Es wird auch einige Zeit dauern, bis Nähte – zum Beispiel vom Kaiserschnitt oder vom Dammriss – vollständig verheilt sind. Wenn Sie sitzen oder gehen, können Spannungsgefühle auftreten.

Rückbildungsgymnastik

Der Elterntreff bietet verschiedene Rückbildungskurse an, in denen sie bestimmte Muskelgruppe wieder aufbauen und festigen. Zu einigen Kursen können Sie Ihr Baby mitbringen und aktiv in die Übungen miteinbeziehen. Ziel der Kurse ist es, die Muskelfasern besonders im Bereich des Beckenbodens, des Bauches sowie in Rücken, Beinen und Gesäß zu stärken.

Nicht verzweifeln bei anhaltender Traurigkeit

Insbesondere Mütter durchleben nach der Geburt ein Wechselbad der Gefühle. Schuld daran ist einerseits die rapide hormonelle Veränderung nach der Entbindung. Andererseits ist ein Baby zwar das schönste Geschenk, es bedeutet aber auch eine nachhaltige Veränderung für das eigene Leben. Daher ist es ganz natürlich, wenn sich die euphorischen Gefühle nicht direkt bei jeder Mutter einstellen. Eine länger anhaltende Niedergeschlagenheit kann zu einer Wochenbettdepression führen.

 

Mütter, die an der Wochenbettdepression leiden, kennen die Tage, an denen sie nur heulen könnten, sie kennen starke Stimmungsschwankungen und extreme Dünnhäutigkeit. Diese Phase ist völlig normal und regelt der Körper nach einigen Monaten wieder hormonell. Gespräche mit Menschen, denen Sie vertrauen, können helfen. Sollte die Wochenbettdepression länger anhalten, sollten Sie einen Therapeuten aufsuchen.