Die Geburt

Soll ich bei der Geburt dabei sein oder eher nicht?

Die Entscheidung, ob Sie bei der Geburt dabei sein möchten, sollten Sie ohne jedweden Erwartungsdruck treffen und nicht als persönliche Verpflichtung ansehen. Viele werdende Väter entscheiden sich aber dafür, weil sie sich in den Monaten der Schwangerschaft schon intensiv mit der Geburt beschäftigt haben. Vielleicht zieht es Ihre Partnerin auch vor, lieber eine enge Freundin oder eine nahe Verwandte im Kreißsaal dabei zu haben. Zeigen Sie Verständnis für diesen Wunsch.

 

Sollten Sie Ihre Partnerin in den Kreißsaal begleiten und die Geburt miterleben, dürfen Sie in der Regel die ganze Seite an Ihrer Seite bleiben. Sollte Ihnen der direkte Anblick der Geburt eher unangenehm sein, können Sie neben Ihrer Frau sitzen oder Sie von hinten im Sitzen stützen. Auch bei einem Kaiserschnitt, der in der Regel unter lokaler Betäubung durchgeführt wird, können Sie hinter einem Sichtschutz die Entbindung miterleben. Sollte Ihre Partnerin eine Vollnarkose bekommen, dürfen Sie leider nicht in den Operationssaal. Bis sie aus der Narkose erwacht, ist es jedoch Ihre ganz besondere Aufgabe, sich bis dahin um Ihr Baby zu kümmern.

Wie unterstütze ich meine Partnerin während der Geburt?

Seien Sie der Ruhepol Ihrer Partnerin. Bedenken Sie, dass Ihre Partnerin während der Geburt unter enormen Stress steht. Es könnte daher sein, dass Sie ihre schlechte Laune ungebremst abkriegen. Beruhigen Sie sie, indem Sie ihr Mut zureden und ihr auf diesem Weg Kraft vermitteln. Einigen Frauen hilft es, während der Wehen zum Beispiel am Rücken massiert zu werden. Außerdem können Sie der Vermittler zwischen Ihrer Partnerin und dem Klinikpersonal sein. Denn aufgrund der Schmerzen und einigen Schmerzmitteln steht Ihre Frau sehr wahrscheinlich ein wenig neben sich, sodass sie die ganze Situation überfordert. Bewahren Sie einen kühlen Kopf für Sie beide.

 

Obgleich sie an der Geburt nicht körperlich beteiligt sind – denken Sie auch an sich selbst. Denn eine Geburt kann binnen weniger Stunden vorüber sein, sie kann in einigen Fällen aber auch sehr viel länger dauern. Achten Sie darauf, vorher ausreichend genug zu essen und zu trinken. Bringen Sie gerne auch ein wenig Verpflegung mit ins Krankenhaus. Zwischendurch sollten Sie sich eine kleine Auszeit gönnen und zum Beispiel für ein paar Minuten an die frische Luft gehen. Wenn Sie es wünschen, können Sie sich zwischendurch auch schlafen legen. Denn nach der Geburt wird Ihre Partnerin sehr erschöpft sein; dann ist es umso besser, wenn Sie Kraftreserven haben, um Ihr Baby willkommen zu heißen.