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Weltkrebstag: Onko-App im JoHo entwickelt

Geziele Unterstützung in der Krebstherapie

Am 4.Februar jährt sich der Weltkrebstag zum 15. Mal mit dem Ziel, Vorbeugung, Erforschung und Behandlungen von Krebserkrankungen zu stärken. Anlass genug, um auf eine digitale Innovation in der Krebsbehandlung hinzuweisen, die im Dortmunder JoHo entwickelt wurde. Diese Innovation in Form einer App ermöglicht eine Transparenz in der zunehmend komplexer werdenden Behandlung onkologischer Patienten. Bei vielen neuen Substanzen müssen immer mehr Parameter herangezogen werden, um die optimale Therapie zu finden. Das wird für behandelnde Ärzte immer unübersichtlicher, hier soll die Onko-App Abhilfe bieten.



Der Apotheker Mathias Nietzke, der seit über 16 Jahren im JoHo für die Herstellung von Krebsmitteln, den sogenannten Zytostatika, zuständig ist, erfasste bereits seit vielen Jahren und in über 5.000 Arbeitsstunden mit seinem Apotheker-Team in einer „Mind-Map“ alle Entscheidungspfade, die möglichst viele patientenindividuelle Parameter berücksichtigen und diagnostische Pfade unter Berücksichtigung aktueller Leitlinien der Fachgesellschaften mit einschließen. Ziel war es für Nietzke, mit diesem Projekt ein webbasiertes System zu schaffen, das für hämatologisch tätige Ärzte bei Fragen, die sich im klinischen Alltag stellen, schnelle und gezielte Unterstützung bietet. Stets auf dem neuesten Stand, gibt die App nun einen Überblick über aktuelle Aspekte des Therapieprozesses, Kurzdarstellungen der verfügbaren Wirkstoffe, Informationen zu Zulassungsstatus, Nebenwirkungen und Nachsorge sowie links zu Studien. Das bedeutet angesichts des rasanten medizinischen Fortschritts eine enorme Erleichterung.



Ein Beispiel: Standen vor fünf bis zehn Jahren etwa 50 Wirkstoffe für die Behandlung von Krebserkrankungen zur Verfügung, sind es heute mehr als 180. Für die nächsten zwei bis drei Jahre erwarteten Experten eine Zunahme auf über 300 Wirkstoffe. Diese Entwicklung führt dazu, dass kein Arzt den Überblick über das gesamte Gebiet ohne Hilfsmittel im Kopf behalten kann. Erst ein intelligentes Datenbanksystem und Softwareunterstützung
ermöglichen die optimale Nutzung des erweiterten therapeutischen Spektrums. Die App ist dabei als Ergänzung zu der Verordnungs- und Therapieplanungssoftware in den Krankenhäusern der Kath. St.-Johannes -
Gesellschaft eingeführt worden. Mittlerweile sind es über 500 Anwender international, die die App in ihren Therapien nutzen und die Zahl steigt stetig. Die Onko-App ist als offenes, lernendes System konzipiert.
Sie soll nicht nur den medizinischen Fortschritt erfassen, sondern auch nach den Bedürfnissen der Patienten und Behandler weiterentwickelt werden. Je mehr Hinweise die Nutzer beisteuern, desto größer wird der Nutzen für alle.
Finanziell wird die Weiterentwicklung der App durch den Förderverein der Kath. St.-Johannes-Gesellschaft Dortmund unterstützt.

Foto (joho): Mathias Nietzke demonstriert auf dem IPad die Anwendung der App.

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