Reguläre Vorsorgeuntersuchungen

Blutdruck

Ihr Arzt kontrolliert Ihren Blutdruck regelmäßig, um sicher zu sein, dass er im normalen Bereich liegt. Von der Norm abweichende Werte können ein Hinweis darauf sein, dass weitere Untersuchungen notwendig sind.

Blutwerte

Einige Viruskrankheiten können schwere gesundheitliche Schäden des Ungeborenen nach sich ziehen. Daher wird das Blut der werdenden Mutter regulär auf Erreger dieser Art untersucht. Außerdem wird der Hämoglobinwert gemessen. Hämoglobin ist der rote Blutfarbstoff, der den Sauerstoff zum Blut transportiert. Eisen kurbelt die Hämoglobinproduktion an. Sollte dieser Wert zu niedrig (unter 12,0 Mikromol pro Liter) sein, kann mit Eisenpräparaten dafür gesorgt werden, dass die Sauerstoffversorgung des Ungeborenen gesichert ist.

 

Außerdem führt Ihr Arzt einen Glukosetoleranztest durch. Dieser kann während der 24. und 28. Schwangerschaftswoche schnell zeigen, ob bei werdenden Müttern eine schwangerschaftsbedingte Zuckerkrankheit vorliegt. Sollte eine solche Erkrankung vorliegen, werden Sie an einen Diabetologen überwiesen. Dort wird Ihr Zuckerwert entweder durch eine Ernährungsumstellung oder durch Insulinspritzen eingestellt.

Entwicklung des Babys

Der Ultraschall gibt Aufschluss über den genauen Zeitpunkt der Schwangerschaft, die Körperfunktionen und Entwicklung des Babys sowie seine Herztätigkeit. Ihr Arzt kontrolliert per Ultraschall außerdem das Wachstum Ihrer Gebärmutter und Ihres Mutterkuchens. Bei einem normalen Schwangerschaftsverlauf findet in jedem der drei Trimester eine Ultraschalluntersuchung statt, die von den Krankenkassen übernommen wird.

Gewicht

Ihr Gewicht kann Rückschlüsse auf die Entwicklung und Versorgung des Babys sowie auf mögliche Krankheiten geben. In der Schwangerschaft nehmen Sie nicht kontinuierlich zu. Im ersten Schwangerschaftsdrittel (Trimester) nehmen Sie nicht oder kaum zu. Im zweiten Trimester werden Sie rund 250 bis 400 Gramm pro Woche schwerer, im dritten Trimester rund 400 bis 600 Gramm. Insgesamt sind es im Schnitt 13 bis 14 Kilo. Die idealen Werte können jedoch je nach Ausgangsgewicht davon abweichen.

Urinuntersuchung

Um mögliche Schwangerschaftskomplikationen auszuschließen, testet Ihr Arzt regelmäßig den Urin. Er prüft, ob Zucker, Bakterien oder Eiweiß im Urin vorhanden sind. Zucker kann auf einen Schwangerschaftsdiabetes hinweisen, Nitrit oder Blut können Anzeichen für eine Harnwegsinfektion oder Nierenerkrankung sein und lange erhöhte Eiweißwerte können ein Indiz für weitere notwendige Untersuchungen sein.

Vaginale Untersuchung

Um Frühgeburten auszuschließen, ist die vaginale Untersuchung wichtig. Dabei kontrolliert Ihr Arzt den Verschluss des Muttermundes, die Länge des Gebärmutterhalses und achtet auf mögliche Infektionen.

Wachstum der Gebärmutter

Bei dieser Untersuchung ertastet Ihr Arzt von außen den oberen Gebärmutterrand. Denn der sogenannte Fundusstand gibt Auskunft über die Größe der Gebärmutter.