Was Schwangere tun sollten und was lieber nicht

Die Schwangerschaft ist eine Zeit des Umbruchs und der Veränderung. Es gibt zahlreiche Dinge zu beachten.
Was Sie tun und vermeiden sollten, lesen Sie hier:

Hebamme finden

Das JoHo beschäftigt 23 Hebammen, die auch in der freiberuflichen Hebammenvor- und nachsorge tätig sind. Im Kreißsaal sind Hebammenlisten aus dem Dortmunder Raum erhältlich, außerdem können Sie sich telefonisch bei der Hebammen-Hotline (Tel. 0231 50 10188) melden.

 

Im Rahmen der Hebammen- oder der Risikosprechstunde können Sie sich bei uns bis zur Geburt anmelden. In einem individuellen Gespräch mit einer unserer Hebammen und einem unserer Gynäkologen können Sie spezielle Wünsche oder Ängste besprechen und alle Fragen stellen, die Sie beschäftigen.

 

Schon während der Sprechstunde übernehmen wir Ihre Daten in eine Patientenakte, damit wir nicht erst unter der Entbindung nach Vorerkrankungen und Allergien fragen müssen. Zur Hebammen- bzw. zur Risikosprechstunde melden Sie sich bitte im Kreißsaal unter der Rufnummer (0231) 1843 – 37800 an.

 

bitte kümmern Sie sich rechtzeitig um eine Hebamme und bedenken Sie, dass dies eine Leistung auch der gesetzlichen Krankenkassen ist. Auf Sie kommen keine Kosten zu.

Reisen während der Schwangerschaft

Die beste Reisezeit liegt zwischen dem fünften und siebten Monat. Denn Übelkeit und Erbrechen, die oft in den ersten drei bis vier Monaten auftreten, sind nun verschwunden. Und der Bauch ist noch nicht ganz so schwer. Von Reisen im ersten Schwangerschaftsdrittel raten Ärzte dagegen oft ab. Der Grund: Solange sich der Embryo in die Gebärmutter noch nicht fest eingenistet hat, ist die Gefahr von Blutungen oder einer Fehlgeburt erhöht. Auch die letzten acht Wochen vor der Entbindung sind für eine Reise nicht ideal. Durch den dicken Bauch wird die Beweglichkeit deutlich eingeschränkt. Hinzu kommt das Risiko, dass das Baby vielleicht zu früh auf die Welt kommt. Außerdem nehmen viele Fluggesellschaften Schwangere ab einer bestimmten Schwangerschaftswoche nicht an Bord.

 

Schwangere sollten auf Urlaub in tropischem Klima, anstrengende Rundreisen und Abenteuerferien wegen der Belastung verzichten. In exotischen Ländern ist außerdem die Infektionsgefahr zu groß. Optimal ist ein Urlaub innerhalb Europas. Die Temperatur sollte aber nicht über 28 Grad Celsius liegen.

Babys Erstausstattung besorgen

„Brauchen wir das wirklich?“ – Diese Frage stellen sich viele junge Eltern beim Thema Erstausstattung. Süße Strampler und ein kuscheliger Schlafsack müssen sein. Wir geben einen Überblick, was Sie und das Baby anfangs brauchen:

Gesund essen in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft kreisen die Gedanken naturgemäß um das richtige Essen. Natürlich ist jetzt gesunde Ernährung angesagt. Viel Gemüse und Obst, tägliche Milchprodukte und regelmäßig Fisch und Fleisch gehören in den nächsten Monaten auf den Speiseplan.

 

Aber dann gibt es da noch Dinge, auf die man besser verzichten sollte. Denn so manche Lebensmittel können Toxoplasmoseerreger und Listerien übertragen, die für das Ungeborene gefährlich werden können. Auf was sollten Sie als Schwangere daher verzichten?

Milchprodukte

Rohe Milch und daraus hergestellter Käse kann Listerien erhalten und sollte vom Speiseplan gestrichen werden. Jeder Rohmilchkäse muss auf der Verpackung entsprechend gekennzeichnet sein. Schwangere sollten auch vorgefertigten Reibekäse, Weichkäsesorten wie Camembert und Brie, Sauermilchkäse meiden. Unbedenklich ist Schnittkäse aus pasteurisierter Milch, zum Beispiel Butterkäse, Gouda, Edamer.

Fisch und Meeresfrüchte

Roher Fisch kann mit Listerien, Salmonellen oder Viren belastet sein und ist daher ein absolutes Tabu für Schwangere. Dazu zählen zum Beispiel Sushi, Fisch Carpaccio und Austern. Auch nicht durchgegarte Fischprodukte wie Räucherlachs können Listerien enthalten. Besser und sicherer ist ausreichend erhitzter Fisch, Brat- und Kochfischwaren in Konserven.

Fleisch und Wurst

Essen Sie in der Schwangerschaft nur Durchgebratenes und –gegartes. Tabu sind Rohfleischerzeugnisse wie Mett, Tatar, Carpaccio, Rohwürste wie Salami, Teewurst und Mettwurst. Fleisch und Wurstwaren sollen gut gekühlt aufbewahrt und bald verzehrt werden.

Obst und Gemüse

Reinigen Sie Obst und Gemüse immer gründlich und essen Sie stets frische Produkte. Die Finger lassen sollten Schwangere von Misch- oder Krautsalaten, weil bei deren Verarbeitung Listerien eindringen können.

Alkohol und Nachspeisen

Alkohol ist in der Schwangerschaft absolut tabu. Das gilt auch für Pralinen, die mit Alkohol gefüllt sind. Unter den Desserts sind vor allem Speisen mit rohen Eiern problematisch. Denn die können Salmonellen enthalten. Gleiches gilt für Mayonnaise, Salatdressings und Eiscreme.

Bewegungstipps

Nicht alles, was fit hält, ist gut für Mutter und Baby. Riskante Sportarten wie Klettern und Tauchen sind für Schwangere ebenso tabu wie Sportarten mit abrupten Bewegungen: zum Beispiel Tennis, Basketball, Volleyball.

 

Für werdende Mütter sind Ausdauersportarten ideal. Dazu zählen Radfahren, Spazierengehen, Walken und Schwimmen. Ausdauertraining verbessert einerseits die Kondition. Andererseits pumpen Herz und Lunge pro Herzschlag mehr Blut in den Kreislauf, sodass der mütterliche und der kindliche Organismus bestens mit Sauerstoff versorgt werden.

 

Bevor Sie sich für eine Sportart entscheiden, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen, ob irgendetwas dagegen spricht. Medizinische Gründe wie erhöhter Blutdruck oder vorzeitige Wehen könnten nämlich Sport in der Schwangerschaft verbieten.

Klinikkoffer packen

Mit unserer Checkliste für den Klinikkoffer sind Sie für Ihren großen Tag bestens gerüstet. Bitte packen Sie den Klinikkoffer rechtzeitig. Bis spätestens vier Wochen vor dem errechneten Geburtstermin sollte die Tasche startklar und griffbereit auf ihren großen Einsatz warten.