Zusatzleistungen

Ersttrimester-Screening

Das Screening im ersten Trimester hilft, Hinweise auf Chromosomenstörungen wie zum Beispiel Trisomie 21 zu erhalten. Bei der Untersuchung führt Ihr Arzt zwischen der 11.+0 und 13.+6 Schwangerschaftswoche eine Nackenfaltentransparenzmessung durch, die Flüssigkeitsansammlungen im Nackengewebe des Babys darstellt. Eine vergrößerte Nackenfalte kann darauf hindeuten, dass eine Chromosomenanomalie oder ein Herzfehler vorliegt. Zusätzlich mit einer speziellen Blutuntersuchung bei der Mutter kann diese Messung Hinweise auf eine chromosomale Störung geben.

Chorionzottenbiopsie

Die Chorionzottenbiopsie lässt Rückschlüsse auf mögliche genetische Besonderheiten oder Erkrankungen zu und wird in der Regel früher als die Amniozentese um die 11+0 Schwangerschaftswoche durchgeführt. Bei dieser Untersuchung entnimmt Ihr Arzt Gewebebestandteile der Plazenta, die in der Regel genetisch identisch mit denen Ihres Ungeborenen sind.

Amniozentese

Dabei handelt es sich um eine Fruchtwasseruntersuchung, bei der mit einer dünnen Nadel durch die Bauchdecke 10 bis 20 Milliliter Fruchtwasser entnommen werden. Die dadurch gewonnenen kindlichen Zellen werden im Labor genauer auf Krankheiten, Gendefekte oder Fehlentwicklungen hin untersucht. Die Amniozentese wird meist nur bei einem erhöhten Risiko auf Krankheit, Gendefekt oder Fehlentwicklung und nur von darauf spezialisierten Ärzten durchgeführt.

Zweittrimester-Screening

Beim Zweittrimester-Screening, auch Fehlbildungsultraschall genannt, kommt ein hochauflösender Ultraschall zum Einsatz, mit dessen Hilfe das zeitgerechte kindliche Wachstum, Fehlbildungen der Organe und Extremitäten erkannt beziehungsweise ausgeschlossen werden. Zusätzlich kann Ihr Arzt über eine Doppelsonografie die Blutströme zwischen dem mütterlichem und dem kindlichen Blutkreislauf messen, um beurteilen zu können, ob das Baby ausreichend versorgt wird. Das Zweittrimester-Screening erfolgt zwischen der 19. und 22. Schwangerschaftswoche bei einem darauf spezialisierten niedergelassenen Arzt.

Zusätzlicher Bluttest

Seit einigen Jahren gibt es spezielle Bluttests, die ebenfalls zur Abklärung genetischer Erkrankungen des Ungeborenen verwendet werden. Hierzu wird der Mutter Blut abgenommen, dieses wird in ein Speziallabor zur Untersuchung geschickt.