Klinik für Innere Medizin

Hämatologie - Klinik für Innere Medizin II - St.-Johannes-Hospital Dortmund
Allgemeine Innere Medizin, Onkologie, Hämatologie, Diabetologie,Palliativmedizin, Gastroenterologie
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Diabetologie

Schwerpunkt Diabetes mellitus

Seit 25 Jahren werden Patienten mit Diabetes mellitus schwerpunktmäßig von uns betreut. Mit modernen Therapien und unterstützenden Angeboten helfen wir ihnen, die Zuckerkrankheit dauerhaft in den Griff zu bekommen. Unsere Patienten profitieren zudem von der fachübergreifenden Zusammenarbeit im St. Johannes Hospital, z.B. mit der Herz- und Gefäßheilkunde, der Nierenheilkunde, der Augenklinik und den operativen Fächern. Sie gewährleistet eine umfassende und bestmögliche Behandlung sämtlicher Diabetes-bedingter Folgeerkrankungen und Komplikationen.

Der Diabetes mellitus gehört zu den häufigsten Krankheiten weltweit. Die Patientenzahlen sind während der vergangenen Jahrzehnte deutlich gestiegen. Hauptursache dafür ist unser moderner Lebensstil mit Bewegungsmangel, Übergewicht und ungesunder Ernährung.

Die Zuckerkrankheit kann aber auch andere Ursachen haben. Man unterscheidet daher verschiedene Diabetes-Formen, denen allen ein erhöhter Blutzuckerspiegel gemeinsam ist. Dieser führt zu Folgeerkrankungen an unterschiedlichen Organsystemen.  Organschäden entwickeln sich meist erst nach Jahren, und man kann sie nur durch  eine gute Blutzuckereinstellung verhindern. Daher ist es ein wichtiges Ziel, Patienten mit Diabetes zu schulen und ihnen dabei zu helfen, dass sie ein normales Leben führen und gleichzeitig ihren Blutzuckerspiegel kontrollieren lernen.

Bei einer Diabetes-Neuerkrankung ist manchmal eine stationäre Aufnahme zur Blutzucker-Einstellung und Schulung des Patienten im Umgang mit der Erkrankung notwendig. Vieles erfolgt aber auch in Zusammenarbeit mit niedergelassenen Diabetologen und/oder den Hausärzten der Patienten. In enger Abstimmung mit unseren Partnern erfolgt dann die Einstellung auf eine Behandlung, die dem Diabetes und den individuellen Lebensumständen der Patienten gerecht wird. Manchmal kann es bei sehr hohen Zuckerspiegeln zu akuten Notfallsituationen kommen. Diese Situationen treten besonders dann auf, wenn die Diabeteserkrankung noch nicht bekannt ist.

Diabetologische Notfälle

Bei allen unklaren medizinischen Notfällen sollten sie nicht zögern, den Rettungsdienst (Tel.: 112) zu verständigen. Die Kollegen entscheiden dann über die Notwendigkeit einer stationären Behandlung. Im St. Johannes Hospital behandeln wir grundsätzlich jeden diabetologischen Notfall.

 

Akute Unterzuckerung (Hypoglykämie)
Unterzuckerungen sind bei Menschen ohne Diabeteserkrankung selten. Bei Insulininjektionen oder der Einnahme von bestimmten blutzuckersenkenden Medikamenten treten solche Ereignisse aber nicht selten auf. Meistens lässt sich die Situation durch die Gabe von Glukose entschärfen. Wenn die Hypoglykämie nicht behandelt wird, kann dies zu dauerhaften Gehirnschädigungen oder gar zum Tod führen. Daher ist es für Diabetiker sehr wichtig, gut für die Erkennung der Warnzeichen geschult zu sein und für den Notfall z.B. Traubenzucker mitzuführen.

 

Akute Überzuckerung (Hyperglykämie)
Erhöhte Blutzuckerspiegel sind in der Regel keine akute Gefahr. Bei starker Erhöhung können aber auch schwerwiegende Krankheitsbilder auftreten, dies gilt insbesondere für Menschen mit einem Typ 1 Diabetes.


    -  Diabetische Ketoazidose
Dieses Krankheitsbild tritt überwiegend bei Menschen mit Typ 1 Diabetes auf und kann lebensbedrohlich werden. Es wird verursacht durch einen absoluten Insulinmangel und äußert sich durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel, eine Übersäuerung des Blutes und das Auftreten von Ketonkörpern (Abbauprodukte des Fettstoffwechsels) im Blut und im Urin. Eine stationäre, oft auch intensivmedizinische Behandlung ist unbedingt erforderlich.


    -  Hyperosmolares hyperglykämisches Syndrom / Koma
Dieses Krankheitsbild tritt überwiegend bei älteren Menschen mit Typ 2 Diabetes auf und äußert sich durch sehr hohe Blutzuckerspiegel, einen ausgeprägten Flüssigkeitsmangel, Elektrolytverschiebungen und neurologische Symptome bis hin zum Koma. Bei starker Ausprägung kann es ebenfalls lebensbedrohlich werden. Daher sollte immer eine stationäre Krankenhausbehandlung erfolgen.

Diabetes mellitus Typ 1

Der Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung, die mit einer Zerstörung der insulinproduzierenden ß-Zellen der Bauchspeicheldrüse einhergeht. Die Erkrankung kann in jedem Alter auftreten, häufig sind aber Jugendliche und auch Kinder betroffen. Die Bauchspeicheldrüse produziert kein eigenes Insulin mehr, daher ist immer eine Insulintherapie notwendig. Durch das Fehlen des körpereigenen Insulins ist die Blutzuckereinstellung häufig schwierig, da es zu starken Schwankungen kommt und spezielle Komplikationen, wie z.B. eine Ketoazidose (Stoffwechselentgleisung, s.o.), auftreten können.

Diabetes mellitus Typ 2

Der Typ 2 ist die häufigste Diabetesform mit deutschlandweit ca. acht Millionen Patienten. Die Erkrankung tritt meist nach dem 40. Lebensjahr auf, so dass auch vom ‚Altersdiabetes‘ die Rede ist. Die Bauchspeicheldrüse produziert noch eigenes Insulin, aufgrund einer eingeschränkten Wirksamkeit an den Zellen und einer Störung der Produktion kommt es aber zu einem Missverhältnis zwischen Angebot und Bedarf. Auslöser sind oft ungesunde Ernährung mit Übergewicht und Bewegungsmangel. Die Erkrankung kann im Anfangsstadium mit einer Lebensstiländerung und Tabletten behandelt werden, im Laufe der Zeit wird oft eine Insulintherapie notwendig.

Diabetes mellitus Typ 3

Unter Typ 3 werden einige andere Ursachen des Diabetes zusammengefasst. Durch verschiedene Erkrankungen kann die Bauchspeicheldrüse in ihrer Funktion beeinträchtigt oder ganz zerstört werden, Operationen können den gleichen Effekt hervorrufen. Auch Hormonstörungen oder die Einnahme bestimmter Medikamente können eine Diabeteserkrankung auslösen.

Diabetes in der Schwangerschaft

Erhöhte Blutzuckerwerte der Mutter können zu einem frühzeitigen Schwangerschaftsabbruch, zu Frühgeburten und zu Fehlbildungen des Kindes führen. Daher sollte eine geplante Schwangerschaft bei einer vorher bekannten Zuckererkrankung diabetologisch begleitet werden. Die Therapie erfolgt in der Schwangerschaft unabhängig vom Diabetestyp mit Insulin. Gleiches gilt auch für eine während der Schwangerschaft neu aufgetretene Erkrankung (Gestationsdiabetes). Hierbei ist es möglich, dass sich die Blutzuckerwerte nach der Geburt spontan normalisieren und die Therapie wieder beendet werden kann.

Diabetikerschulung / Ernährungsberatung

Die Vermittlung von Wissen über die eigene Diabeteserkrankung ist essenziell. Ohne eigenverantwortliche Mitarbeit des Patienten ist die Blutzuckereinstellung oft nur unzureichend möglich. Dies gilt insbesondere dann, wenn eine Insulintherapie notwendig wird. Unser Team der Diabetesberatung bietet im Rahmen des stationären Aufenthalts Schulungen zu folgenden Themengebieten an:

- Initialschulung bei Manifestation eines Diabetes mellitus

- Folgeschulungen

- Ernährungsberatung / BE-Schulungen

- Diabetes mellitus und Schwangerschaft / Gestationsdiabetes

- Schulung über die Diabeteserkrankung nach einer Bauchspeicheldrüsen-OP

- Schulung bei Folgekomplikationen

- Hypoglykämie-Wahrnehmungstraining

Diabetische Folgeerkrankungen

Bei einem chronisch erhöhten Blutzuckerspiegel können sich über die Jahre zahlreiche Folgeerkrankungen entwickeln. Meistens sind diese durch eine Schädigung der Blutgefäße verursacht.

Hierzu zählen unter anderem:

- Koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt

- Schlaganfall

- Nierenschädigung (Nephropathie)

- Nervenschädigung (Neuropathie)

- Augenerkrankungen (Retinopathie, Makulopathie)

- Durchblutungsstörung der Beine (pAVK)

- Chronische Wunden der unteren Extremitäten (Diabetisches Fußsyndrom)

Zu den Krankheitsbildern findet eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den entsprechenden Fachabteilungen des Hauses statt.

Diabetologische Fußambulanz

Ein besonderer Schwerpunkt wird in unserer Abteilung mit der Behandlung des diabetischen Fußsyndroms gesetzt. Der „diabetische Fuß“ gehört zu den gefährlichsten Folgeschäden einer Diabetes-Erkrankung. Unsere Patienten profitieren von einem multiprofessionellen Behandlungsteam (Diabetologie, Wundtherapie, Podologie) und der engen fachübergreifende Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen unseres Hauses wie der Allgemein- und Gefäßchirurgie sowie der Radiologie. Neben der stationären Behandlung bieten wir regelmäßige Kontrolluntersuchungen und Wundbehandlungen in unserer Fußambulanz an.

Zu unseren Leistungen zählen unter anderem:

- Beratung zur Maßschuhverordnung

- Wundbehandlung / Postoperative Nachbehandlung

- Röntgen-Kontrollen

- Laboruntersuchungen

- Behandlung ‚Charcot-Fuß‘ (DNOAP)

- Untersuchungen zur Durchblutungssituation der Beine

#wirsindnah

Das St. Johannes Hospital
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