Willkommen in der Augenheilkunde!

Hornhauterkrankungen - St.-Johannes-Hospital Dortmund
Wir haben Sie fest im Blick.
Hornhauterkrankungen - St.-Johannes-Hospital Dortmund
Hornhauterkrankungen - St.-Johannes-Hospital Dortmund
Hornhauterkrankungen - St.-Johannes-Hospital Dortmund
Hornhauterkrankungen - St.-Johannes-Hospital Dortmund

Augenheilkunde

Hornhauterkrankungen

Die Hornhaut wird oftmals als „Windschutzscheibe“ für das Auge bezeichnet. Dabei geht ihre Funktion weit über einen Schutzschild vor äußeren Einwirkungen hinaus, denn sie ist zum größten Teil auch für die Brechkraft der Augen zuständig. Erkrankungen am Auge, die sich auf die Transparenz oder die Form der Hornhaut auswirken, haben deshalb immer gravierende Beeinträchtigungen der Sehkraft zur Folge.

Die Klinik für Augenheilkunde am St.-Johannes-Hospital hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Zentrum für Hornhautchirurgie entwickelt. Dies geht einher mit der erfreulichen Entwicklung auf dem Gebiet der Hornhauttransplantationen. Neue Techniken machen die Verpflanzung einzelner Hornhautschichten mit immer besseren Ergebnissen für das Sehen möglich. Für seine Kompetenz bei der Behandlung von Hornhauterkrankungen wurde Prof. Markus Kohlhaas 2018 mit dem Siegel der Focus-Bestenliste ausgezeichnet.

Hornhaut: Aufbau und Funktion

Die Hornhaut des Auges (lateinisch Cornea) bezeichnet die glasklare, gewölbte Haut, die die Vorderseite des Augapfels abschließt. Sie weist drei wesentliche Eigenschaften auf:

 

Durchsichtigkeit
Damit die Lichtstrahlen ungehindert ins Auge gelangen, muss die Hornhaut durchsichtig wie Glas sein.

Wölbung
Um die Lichtstrahlen zu brechen, ist eine Wölbung der Hornhaut erforderlich. Gemeinsam mit der Linse leistet die Hornhaut einen Großteil der Lichtbrechung und ist deshalb für gutes Sehen unerlässlich.

 

Festigkeit
Als Schutz für das Auge, die es wie ein Glasfenster vor äußeren Einflüssen und Fremdkörpern, Krankheitserreger und UV-Licht bewahrt, muss die Hornhaut stabil und widerstandsfähig sein. Ihre Oberfläche ist von einer hauchdünnen Flüssigkeitsschicht, dem Tränenfilm, überzogen.

Die Hornhaut ist mit einem dichten Netz aus Nervenfasern ausgestattet, die das Gewebe äußerst empfindlich machen. Schon ein kleines Staubkörnchen auf der Hornhaut kann starken Schmerz auslösen. In dieser Hinsicht dienen die Nerven in der Hornhaut als wichtiges Warnsystem, zum Beispiel bei Verletzungen oder mangelnder Befeuchtung der Hornhaut.

 

Die Hornhaut besteht aus mehreren Schichten, von denen jede ihre spezifische Aufgabe hat:

Cornea-Epithel
•    Äußerste Schutzschicht der Hornhaut
•    Besteht aus mehreren Zellschichten
•    Erneuert sich ständig
•    Nimmt Nährstoffe aus dem Tränenfilm auf und absorbiert Sauerstoff
 
Bowman-Membran
•    Besteht aus einer zellfreien Schicht von Kollagenfasern
•    Für die Stabilität und Festigkeit der Hornhaut entscheidend

Stroma
•    Liegt in der Mitte der Hornhaut
•    Schicht aus Kollagenfasern und Zellen
•    Verleiht der Hornhaut Stabilität und Elastizität
•    Durchsichtig
•    Jede Schädigung in diesem Bereich führt zu Trübungen

Descemet-Membran
•    Zellfreie Schicht aus Kollagenfasern
•    Sehr widerstandsfähig
•    Fasern können sich regenerieren

Cornea-Endothel
•    Bildet die Innenseite der Hornhaut
•    Besteht aus nur einer einzigen Zellschicht
•    Für die Transparenz der Hornhaut entscheidend
•    Regelt den Wasserhaushalt der Hornhaut
•    Besteht aus sehr empfindlichen Zellen

Eine gesunde Hornhaut ist vollkommen klar und transparent. In dem Gewebe befinden sich keine Blutgefäße. Für die Versorgung mit Nährstoffen bezieht die Cornea Sauerstoff aus der Luft. Andere wichtige Nährstoffe liefern die Tränenflüssigkeit von außen und das Kammerwasser im Inneren des Auges.

Keratokonus

Beim Keratokonus verformt sich infolge einer Gewebeschwäche die normalerweise kugelförmige Hornhaut und wölbt sich kegelförmig nach außen. Diese Verformung bzw. Vorwölbung geht mit einer Ausdünnung im Zentrum der Hornhaut einher und zieht typischerweise eine Verminderung der Sehleistung nach sich.

Der Verlauf der Erkrankung ist fortschreitend, d.h. die Vorwölbung der Hornhaut nimmt zu, während sich das Gewebe im Zentrum der Hornhaut weiter ausdünnt. Meist betrifft das Krankheitsbild beide Augen, jedoch ist in der Regel zunächst erst eine Seite betroffen und der Keratokonus prägt sich im späteren Verlauf unterschiedlich stark aus. Das Voranschreiten des Keratokonus ist individuell verschieden. Wird die Krankheit jedoch rechtzeitig erkannt, kann man mit einer frühzeitigen Behandlung ein weiteres Voranschreiten der Hornhautverformung meist gut beherrschen.


•    Tritt mit einer Häufigkeit von 1:2000 verhältnismäßig selten auf
•    Betrifft vor allem junge Menschen
•    Beginnt oftmals in der Pubertät
•    Männer sind etwa doppelt so oft betroffen wie Frauen

Symptome
Die Betroffenen leiden häufig an Kurzsichtigkeit verbunden mit einer Stabsichtigkeit (Astigmatismus), die mit der zunehmenden Verformung der Hornhaut immer stärker wird. Typisch sind eine stetige Abnahme der Sehschärfe und häufige Veränderungen der Brillenstärke. Die Kurzsichtigkeit nimmt ebenso zu wie eine irreguläre Hornhautverkrümmung. Auch das Kontrastsehen kann schlechter werden. Häufig klagen die Patienten über eine verstärkte Lichtempfindlichkeit und erhöhte Tränenproduktion, Bildverzerrungen und die Wahrnehmung von Doppelbildern. Weitere Seh-Phänomene beim Keratokonus können zusätzliche Schatten an Buchstaben und Gegenständen sein, sowie Schlieren oder sternförmige Strahlen, die von Lichtquellen auszugehen scheinen.

Ursachen
Obwohl der Keratokonus von der Schulmedizin schon seit über 200 Jahren als eigenständige Krankheit anerkannt ist, lassen sich trotz zahlreicher Studien die auslösenden Faktoren nicht sicher benennen. Viele Hinweise deuten auf eine genetische Veranlagung hin, denn bei vielen Patienten ist ein weiteres Familienmitglied betroffen. Darüber hinaus wurde beobachtet, dass Personen mit bestimmten genetisch bedingten Krankheiten wie Neurodermitis oder Trisomie 21 häufiger einen Keratokonus entwickeln als gesunde Menschen.

Diagnostik
Unsere Augenklinik verfügt über hochmoderne Technik und bietet das gesamte Spektrum der diagnostischen Möglichkeiten. Ein ausgeprägter Keratokonus ist meist schon mit bloßem Auge deutlich zu erkennen. Zur weiteren Feindiagnostik kommen bei uns folgende Verfahren routinemäßig zum Einsatz:

Hornhauttopographie
•    Dreidimensionale Oberflächenaufnahme wie eine Geländeskizze

Hornhaut-Pachymetrie
•    Präzise Bestimmung der Hornhautdicke

OCT-Untersuchung zur Struktur und Zellbeschaffenheit aller Hornhautschichten
•    Hochauflösender Scan der Vorder- und Rückfläche der Hornhaut

Endothelzell-Mikroskopie
•    Computergestützte Messung von Dichte und Struktur der innersten Zellschicht

Therapie
Die Behandlung des Keratokonus basiert auf zwei Säulen. Zum einen geht es darum, die zumeist fortschreitende Hornhautvorwölbung zum Stillstand zu bringen. Auf der anderen Seite müssen die bestmögliche Korrektur des Sehfehlers und eine Verbesserung der Sehschärfe erzielt werden. Im Anfangsstadium der Erkrankung kann die Anpassung einer Brille oder einer formstabilen Kontaktlinse bereits zu einer Sehverbesserung führen. Kommt es allerdings zu einer stetigen Verschlechterung, können wir das Fortschreiten mit einem chirurgischen Eingriff wie dem Kornealen Crosslinking (Hornhaut-Vernetzung) stoppen.

Crosslinking (Hornhaut-Vernetzung)
•    Vernetzung der Hornhaut zur Stabilisierung
•    Ambulant
•    Lokale Betäubung mit Augentropfen

Weitere Informationen zur Crosslinking-Therapie finden Sie hier.

Intracorneale Ringsegmente (ICRS)
•    Reduzieren die Unregelmäßigkeit der Hornhaut
•    Ambulant
•    Lokale Betäubung mit Augentropfen

Implantierbare Kontaktlinsen (ICL)
•    Kann starke Hornhautverkrümmung ausgleichen
•    Ambulant
•    Lokale Betäubung mit Augentropfen
•    Reversibel

Perforierende Keratoplastik
•    Ersatz eines kreisrunden Scheibchens durch entsprechendes Gewebe einer Spenderhornhaut
•    Altbewährtes Verfahren
•    Stationärer Aufenthalt erforderlich

Tiefe vordere lamelläre Keratoplastik
•    Ersatz der vorderen Hornhautschichten durch entsprechendes Gewebe einer Spenderhornhaut
•    Gesundes Gewebe bleibt erhalten
•    Abstoßungsrisiko reduziert
•    Stationärer Aufenthalt erforderlich

Keratotorus (PMD)

Eine ähnliche Vorwölbung der Hornhaut wie bei dem häufiger auftretenden Keratokonus zeichnet auch das Krankheitsbild des Keratotorus aus. Hierbei liegt die Ursache jedoch nicht in einer Ausdünnung des Hornhautzentrums, sondern in einer Verdickung und Versteifung der Hornhautränder. Der medizinische Begriff für den Keratotorus ist „Pelluzide marginale Degeneration“ kurz PMD. Marginal heißt es aus dem Grund, dass die ungünstigen Veränderungen die Randzonen der Hornhaut betreffen. Im Gegensatz zu Patienten mit Keratokonus, haben PMD-Betroffene sehr lange noch eine gute Sicht mit Brillengläsern. Häufig bleibt ein Keratotorus über Jahre unerkannt. Erst wenn die Krankheit fortschreitet, führen die verdickten Randbereiche zur typischen Vorwölbung der Hornhaut und beeinträchtigen die Hornhautsymmetrie. Je fortgeschrittener die PMD ist, desto mehr ähnelt sie dem Keratokonus. Die Diagnostik und Behandlungsoptionen sind ebenfalls ähnlich.

Als Torus wird ein Objekt bezeichnet, das eine "wulstartig" geformte Fläche mit einem "Loch" aufweist.

Diagnostik
Unsere Augenklinik verfügt über hochmoderne Technik und bietet das gesamte Spektrum der diagnostischen Möglichkeiten. Zur weiteren Feindiagnostik kommen bei uns folgende Verfahren routinemäßig zum Einsatz:

Hornhauttopographie
•    Dreidimensionale Oberflächenaufnahme wie eine Geländeskizze

Hornhaut-Pachymetrie
•    Präzise Bestimmung der Hornhautdicke

OCT-Untersuchung zur Struktur und Zellbeschaffenheit aller Hornhautschichten
•    Hochauflösender Scan der Vorder- und Rückfläche der Hornhaut

Endothelzell-Mikroskopie
•    Computergestützte Messung von Dichte und Struktur der innersten Zellschicht

Therapie
Die Behandlung des Keratotorus basiert auf zwei Säulen. Zum einen geht es darum, die häufig fortschreitende Hornhautvorwölbung zum Stillstand zu bringen. Auf der anderen Seite müssen die bestmögliche Korrektur des Sehfehlers und eine Verbesserung der Sehschärfe erzielt werden. Vielfach führt die Anpassung einer Brille oder einer formstabilen Kontaktlinse bereits zu einer deutlichen Sehverbesserung. Kommt es allerdings zu einer stetigen Verschlechterung, können wir das Fortschreiten mit einem chirurgischen Eingriff wie dem Kornealen Crosslinking (Hornhaut-Vernetzung) stoppen.

Crosslinking (Hornhaut-Vernetzung)

  • Vernetzung der Hornhaut zur Stabilisierung
  • Ambulant
  • Lokale Betäubung mit Augentropfen

 

Informationsbroschüre: Weitere Informationen finden Sie hier in der Bildschirm-Version oder als mobile Smartphone-Version.

Perforierende Keratoplastik
•    Ersatz eines kreisrunden Scheibchens durch entsprechendes Gewebe einer Spenderhornhaut
•    Altbewährtes Verfahren
•    Stationärer Aufenthalt erforderlich

Hornhautektasie nach LASIK

Die Hornhautektasie ist eine seltene, aber schwere Nebenwirkung des Augenlaserns im Rahmen einer LASIK-, LASEK- oder PRK-Operation. Wie bei dem Keratokonus kommt es zu einer fortschreitenden Vorwölbung der Hornhaut, meistens ebenfalls verbunden mit einer Ausdünnung der zentralen Hornhautbereiche. Diese Veränderungen führen zu einer stark zunehmenden Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung, dem sogenannten Astigmatismus.
Die krankhaften Gewebeveränderungen an der Hornhaut, die für eine Hornhautektasie typisch sind, können bereits wenige Wochen nach der Operation einsetzen, oder auch erst mit mehreren Jahren Verzögerung auftreten.

Ursachen
Als Ursache der Hornhautektasie nach LASIK vermutet man eine Schwächung des Hornhautgewebes, die dadurch entsteht, dass bei der Laser-Operation Gewebe abgetragen bzw. weggeschnitten wird. Darüber hinaus kann man davon ausgehen, dass zumindest ein Teil der betroffenen jüngeren Patienten eventuell auch ohne LASIK oder PRK später einen Keratokonus entwickelt hätten.

Therapie
Der Krankheitsverlauf ist schwer vorherzusehen. In vielen Fällen stellt sich von selbst eine weitgehende Stabilisierung der Hornhaut ein, so dass die Gewebeveränderung zum Stillstand kommt. Auf der anderen Seite begegnen wir oftmals Verlaufsformen, bei der die Vorwölbung der Hornhaut immer weiter voranschreitet. Hier stehen uns als Spezialisten für die Hornhauterkrankungen unterschiedliche therapeutische Maßnahmen zur Verfügung. Welche der Behandlungsformen bei Ihnen persönlich zu empfehlen ist, hängt vom jeweiligen Stadium der Erkrankung ab.

Crosslinking (Hornhaut-Vernetzung)

  • Vernetzung der Hornhaut zur Stabilisierung
  • Ambulant
  • Lokale Betäubung mit Augentropfen

 

Informationsbroschüre: Weitere Informationen finden Sie hier in der Bildschirm-Version oder als mobile Smartphone-Version.

Perforierende Keratoplastik
•    Ersatz eines kreisrunden Scheibchens durch entsprechendes Gewebe einer Spenderhornhaut
•    Altbewährtes Verfahren
•    Stationärer Aufenthalt erforderlich

Tiefe vordere lamelläre Keratoplastik
•    Ersatz der vorderen Hornhautschichten durch entsprechendes Gewebe einer Spenderhornhaut
•    Gesundes Gewebe bleibt erhalten
•    Abstoßungsrisiko reduziert
•    Stationärer Aufenthalt erforderlich

Intracorneale Ringsegmente (ICRS)
•    Reduzieren die Unregelmäßigkeit der Hornhaut
•    Ambulant
•    Lokale Betäubung mit Augentropfen

Fuchs'sche Dystrophie

Symptome
Bei der Fuchs'schen Dystrophie handelt es sich um eine schleichend einsetzende Störung, die zu einem Zellverlust des Endothels führt. Die Patienten, von denen 75% Frauen sind, bemerken ein Nachlassen der Sehschärfe und eine erhöhte Blendungsempfindlichkeit. Die Symptome sind typischerweise morgens stärker und verbessern sich im Laufe des Tages.

Ursachen
Bei diesem Krankheitsbild führen Veränderungen der Hornhaut-Innenschicht, dem Endothel, zur Schädigung der Hornhaut und beeinträchtigen das Sehen. Diese unterste Zellschicht an der Rückseite der Hornhaut ist für die Regulierung des Wasserhaushaltes der Hornhaut von entscheidender Bedeutung. Sind diese Pump-Zellen geschädigt und sterben ab, führt dies zu einer Aufquellung der Hornhaut. Im weiteren Verlauf der Erkrankung trübt sie ein.
Erste Anzeichen bemerken die Patienten meist zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr. Die Fuchs'sche Dystrophie ist angeboren und wird in vielen Familien über Generationen vererbt.

Therapie
Der zugrunde liegende, genetisch bedingte Prozess, der zum Zellverlust des Endothels führt, lässt sich nicht ursächlich behandeln. Vorübergehend können Augentropfen helfen, langfristig und bei fortgeschrittenen Krankheitsbildern kann nur eine neue, transplantierte Hornhaut das eingeschränkte Sehvermögen verbessern.
Perforierende Keratoplastik
•    Ersatz eines kreisrunden Scheibchens durch entsprechendes Gewebe einer Spenderhornhaut
•    Altbewährtes Verfahren
•    Stationärer Aufenthalt erforderlich

Hintere lamelläre Keratoplastik (DSAEK, DMEK)
•    Teil-Transplantation der hinteren Hornhautschichten
•    Spenderhornhaut wächst von allein an
•    Stationärer Aufenthalt erforderlich

Bullöse Keratopathie

Auch bei der bullösen Keratopathie liegt die Ursache in einer krankhaften Veränderung des Endothels, also der untersten, hinteren Zellschicht der Hornhaut. Im Zuge dieser Augenerkrankung kommt es zu einem Zellverlust der Endothelzellen, so dass der empfindliche Wasserhaushalt innerhalb der Hornhaut nicht mehr reguliert werden kann. Die tieferen Zellschichten wie das Stroma schwellen an und es bilden sich flüssigkeitsgefüllte Blasen (Bullae) auf der Hornhautoberfläche, dem Epithel. Die Hornhaut quillt auf.

Symptome
Die Patienten spüren dieses Hornhautödem als unangenehmes Gefühl, da die Hornhaut äußerst schmerzempfindlich ist. Das Sehen wird zunehmend schlechter durch eine Verminderung der Sehschärfe, dem Verlust des Kontrastsehens und eine erhöhte Blendempfindlichkeit. Die flüssigkeitsgefüllten Blasen können auch platzen, was Schmerzen und ein Fremdkörpergefühl verursacht. In diesem Fall besteht die Gefahr, dass Bakterien in die geöffneten Blasen eindringen und zu einem Hornhautgeschwür oder einer Infektion führen. Blasen und Schwellung des Hornhautstromas sind meist schon im Rahmen einer Spaltlampenuntersuchung deutlich zu erkennen.

Ursache
Die häufigste Ursache für dieses krankhafte Geschehen innerhalb des Endothels ist eine vorangehende Fuchs’sche Hornhautdystrophie. Darüber hinaus kann sich die bullöse Keratopathie auch als Komplikation nach einer Augenoperation wie z.B. einer Kunstlinsenimplantation oder Linsenentfernung bei dem Grauem Star entwickeln.

Pterygium

Bei dieser auch als ‚Flügelfell‘ bezeichneten Augenerkrankung bildet sich eine dünne Membran, die auf der Bindehaut einwächst. Das wuchernde Bindehautgewebe kann sich bis auf die Hornhaut ausbreiten, bei einigen Patienten sogar bis hin zur Pupille. Da sich das Flügelfell deutlich von der Hornhaut abzeichnet, ist es äußerlich vom Augenarzt gut erkennbar; eine spezifische Diagnostik ist dafür nicht nötig. Bei einer Spaltlampenuntersuchung des betroffenen Auges lässt sich das Ausmaß der Wucherung feststellen.

Symptome
Ein Pterygium kann einerseits völlig beschwerdefrei ohne Symptome auftreten. Andererseits kann die gutartige Gewebeveränderung zu geröteten, gereizten oder juckenden Augen führen. Wächst das Flügelfell über die Hornhaut, kann das Sehvermögen beeinträchtigt sein. Bei einigen Patienten führt das wuchernde Bindegewebe zu einer Hornhautverkrümmung (Astigmatismus), die ein unscharfes und verzerrtes Sehen nach sich zieht.

Ursachen
Die Ursachen, die zur Entstehung eines Flügelfells auf der Hornhaut führen, sind noch nicht eindeutig erforscht. Man hat allerdings beobachtet, dass die Augenerkrankung in Gegenden mit intensiver Sonneneinstrahlung häufiger auftritt als in den gemäßigten Klimazonen. Neben dem Einfluss der UV-Strahlung kommen als weitere Ursachen starke Reizungen, kleine Verletzungen und eine dauerhafte Überbeanspruchung der Augen (trockene Augen) in Betracht. Darüber hinaus kann sich ein Pterygium als Folge von Augeninfektionen, Herpes, Verletzungen am Auge oder Hauterkrankungen entwickeln.

 

Therapie
Auch wenn es sich um eine gutartige Gewebevermehrung handelt, kann eine operative Entfernung des Flügelfells nötig sein. Während die unangenehmen Begleiterscheinungen wie trockene oder gereizte Augen mit Augentropfen und -salben wirksam behandelt werden, ist eine Operation meist dann angezeigt, wenn das Pterygium über die Hornhaut oder bis zur Pupille wächst. Im Rahmen des chirurgischen Eingriffs tragen wir das wuchernde Gewebe ab und ersetzen die entfernten Bindehautanteile durch ein entsprechendes Transplantat. Diese nur wenige Quadratmillimeter großen Bindehauttransplantate entnehmen wir in unserer Klinik für Augenheilkunde am St.-Johannes-Hospital in der Regel von gesunden Anteilen an dem gleichen Auge oder von der Bindehaut des Partnerauges. Die Operation zur Entfernung des Flügelfells führen meist ambulant in örtlicher Betäubung durch.

Hornhautentzündungen: Narben, Geschwüre, Perforationen

Eine Hornhautentzündung, Keratitis, kann je nach Auslöser und Entstehungsort sehr unterschiedliche Symptome hervorrufen. Das Spektrum reicht vom Fremdkörpergefühl im Auge bis hin zu schweren Geschwüren auf der Hornhaut.

Mögliche typische Krankheitszeichen einer Keratitis sind:
•    Augenrötung
•    Starke Schmerzen am Auge
•    Fremdkörpergefühl im Auge
•    Lidkrampf
•    Lichtscheuheit
•    Wässriger oder eitriger Sekretfluss
•    Verringerte Sehstärke (Visusverlust)

Grundsätzlich kann sich jede der drei Hornhautzellschichten entzünden, d.h. das äußere Epithel ebenso wie das mittlere Stroma oder das innenliegende Endothel. Von der Art des Krankheitserregers hängt ebenso ab, wo sich die Hornhautinfektion bildet als auch das Ausmaß der Schädigung. Die krankhaften Veränderungen durch Infektionen an der Hornhaut reichen von oberflächlichen Narben auf der äußeren Zellschicht bis hin zu tiefgreifenden Geschwüren durch alle 5 Schichten. In schwerwiegenden Fällen kann auch die komplette Hornhaut eintrüben. Vernarbungen und Eintrübungen der Hornhaut stellen ein irreversibles Geschehen dar, d.h. wenn das empfindsame Gewebe einmal derart geschädigt ist, kann sich die Hornhaut nicht mehr selbständig regenerieren.

Ursachen

Hornhautentzündung durch Bakterien (Bakterielle Keratitis)
Eine Hornhautentzündung wird oft durch Bakterien verursacht, vor allem durch Staphylokokken, Streptokokken und den Erreger namens Pseudomonas aeruginosa. Dabei entstehen zunächst kleine, punktförmige Läsionen in der äußersten Schicht der Hornhaut, der Epithelschicht. Durch diese minimalen Öffnungen dringen die Erreger in die Hornhaut ein und verbreiten sich dort. Im dritten Schritt dringen die Bakterien in das Hornhautstroma ein, wo sie sich sehr schnell vermehren können. Infektionen mit Pseudomonas aeruginosa sind besonders gefährlich, weil die Hornhaut hier innerhalb kurzer Zeit zerstört wird. Dieser Prozess wird oft von der Bildung eines eitrigen Sekrets begleitet. Wird der bakterielle Erreger nicht rechtzeitig gestoppt, kann die Hornhaut vernarben und eintrüben.

Hornhautentzündung durch Viren (Virale Keratitis)
Unter den Viren ist es meist das bekannte „Herpes simplex“-Virus, das für eine Hornhautentzündung verantwortlich ist. Dieses Virus ist in der Bevölkerung weit verbreitet. Einmal mit Herpesviren infiziert, überdauern diese lebenslang in bestimmten Nervenzellen des Körpers und rufen dann von Zeit zu Zeit die klassischen Erscheinungsformen hervor wie z.B. die bekannten Lippenbläschen. Ebenso ist es aber auch möglich, dass sie die Hornhaut befallen. In selteneren Fällen wird eine virale Hornhautentzündung von außen übertragen, wenn zum Beispiel die Viren von der Lippe ins Auge gelangen. As weiterer Erreger wird häufig auch das Herpes-Zoster-Virus diagnostiziert, das als Auslöser der Gürtelrose bekannt ist. Die Herpes-Viren siedeln sich an der Hornhaut in unterschiedlichen Schichten an, häufig in der Epithelschicht, also ganz außen. Typisch sind hier einerseits Schmerzen, gleichzeitig aber oft auch eine verminderte Sensibilität (Berührungsempfinden) der Hornhaut. Wenn die Herpesviren die mittlere Zellschicht der Hornhaut befallen, das Stroma, bilden sich dort Flüssigkeitsansammlungen an. In diesem Fall kommt es neben den Schmerzen zu einer deutlichen Sehverschlechterung. Ebenso ist es möglich, dass die innerste Hornhautschicht, das Endothel, von der Infektion durch Viren betroffen ist. Hierbei entsteht eine kreisförmige Hornhauttrübung, die das Sehen stark beeinträchtigt. Da im Endothel keine Nerven verlaufen, ist diese Form der Keratitis nicht schmerzhaft.

 

Hornhautentzündung durch Pilze
Eine weitere Erregerquelle für Hornhautentzündungen sind Pilze. Für den Patienten stellen sich die Symptome ähnlich dar wie bei bakteriellen oder viralen Erregern. Der Verlauf einer pilzbedingten Hornhautentzündung ist jedoch meist langsamer und weniger schmerzhaft. Als Ursache für einen Pilzbefall im Auge findet man häufig eine vorangegangene Einnahme von Antibiotika, die die körpereigene Immunabwehr schwächen kann. Auch durch die Einwirkung von außen, beispielsweise bei der Gartenarbeit, können mit Pilzen kontaminierte Fremdkörper am Auge zu Infektionen führen.

Risikofaktoren
•    Kontaktlinsen
•    Fremdkörper durch Verletzung am Auge
•    Frühere Virus-Infektion (z.B. Gürtelrose, Herpes simplex)

Kontaktlinsen als Risikofaktoren
Menschen, die Kontaktlinsen tragen, haben ein deutlich erhöhtes Risiko, an einer Hornhautentzündung zu erkranken. Die Kontaktlinsen können mit Infektionserregern behaftet sein, die sich bei mangelhafter Hygiene in der Hornhaut ausbreiten können. Darüber hinaus hat das regelmäßige Tragen von Kontaktlinsen auch bei der allerbesten Pflege zur Folge, dass die Hornhaut weniger gut mit Sauerstoff versorgt ist. Dieser Umstand macht sie anfälliger für einen Keimbefall.

Therapie
Diagnostiziert der Augenarzt bei Ihnen eine Hornhautentzündung, muss zügig der Erreger bestimmt werden. Dies geschieht mit einem Abstrich am Auge, der zur weiteren Labordiagnostik eingeschickt wird. Nur mit Wirkstoffen, die auf den jeweiligen Erreger abgestimmt sind, lässt sich das Wachstum und die Ausbreitung der Infektion stoppen. Antibiotika, die gegen Bakterien äußerst wirksam sind, können beispielsweise gegen Viren oder Parasiten gar nichts ausrichten. Darüber hinaus hemmen cortisonhaltige Augentropfen die Entzündungsreaktionen und können das Krankheitsgeschehen zum Abklingen bringen. Je nach Ausmaß der zurückbleibenden Hornhautschädigung kommen weitere chirurgische Maßnahmen wie die Hornhauttransplantation in Betracht, um das Sehvermögen wiederherzustellen.

Hornhaut-Diagnostik

Alle hier beschriebenen Hornhauterkrankungen haben als Gemeinsamkeit die Schädigung einer oder mehrerer der insgesamt 5 Schichten, aus denen sich die Hornhaut bildet. Die hier erläuterten diagnostischen Maßnahmen kommen dementsprechend bei all diesen Krankheitsbildern zum Einsatz.

Spaltlampenmikroskop
Die Standarduntersuchung mit dem Spaltlampenmikroskop ist eines der wichtigsten diagnostischen Verfahren in der Augenheilkunde. Hierbei leuchten wir mit Hilfe eines spaltförmigen, gebündelten Lichtstrahls die einzelnen durchscheinenden Schichten aus und können in bis zu 40-facher Vergrößerung Defekte der Hornhaut deutlich erkennen. Die Spaltlampenmikroskopie macht Verformungen wie die für den Keratokonus typische Vorwölbung der Hornhaut ebenso gut sichtbar wie Narben und andere Gewebeschädigungen. Auch beginnende Trübungen der Hornhaut lassen sich erkennen und liefern frühe Hinweise auf eine Hornhauterkrankung.
•    Einfach durchführbar
•    Kontakt- und schmerzfrei

Hornhauttopographie

Die Topographie der Hornhaut ist eine computergesteuerte Oberflächenaufnahme der Hornhaut, ähnlich einer Landkarte, mit der wir eine Hornhautkrümmung präzise bestimmen können. Dazu erfasst ein lasergestütztes System innerhalb weniger Sekunden 5000 bis 10000 Punkte der Hornhautoberfläche und berechnet daraus ein exaktes Höhenrelief der Hornhaut. Darüber hinaus errechnet das Computersystem eine detailgetreue, dreidimensionale Darstellung der Hornhautdicke. Bereits minimale Veränderungen an der Form der Hornhaut lassen sich bei dieser Untersuchung darstellen.

  • Schnell und komfortabel
  • Keine Betäubung der Hornhaut
  • 3-dimensionale Messung
  • Kontakt- und schmerzfrei
  • Hochpräzise

Hornhaut-Pachymetrie
Ein wichtiger Baustein im Rahmen der Hornhautdiagnostik ist die präzise Bestimmung der Hornhautdicke. Gerade bei den ektatischen Erkrankungen, die mit einer Verdünnung und Vorwölbung der Hornhaut einhergehen, kommt der Beurteilung der Gewebestruktur besondere Bedeutung zu.
•    Schnell und komfortabel
•    Keine Betäubung der Hornhaut
•    Kontakt- und schmerzfrei
•    Hochpräzise
•    Relevant für die Diagnostik und den Verlauf

OCT-Untersuchung zur Struktur und Zellbeschaffenheit aller Hornhautschichten
Mit einer Spezialkamera ist es möglich, die Vorder- und Rückfläche der Hornhaut zu scannen. Die hochauflösenden Aufnahmen der Hornhautmikroskopie erlauben uns Aussagen zur Zellzahl, der Zelldichte und dem Zustand der Zellen in jeder einzelnen Schicht der Hornhaut. Die Untersuchung ist für eine exakte Lokalisierung der Ursache und eine gewissenhafte Dokumentation des Krankheitsgeschehens unerlässlich. Auch die Beurteilung des Hornhauttransplantates nach chirurgischem Eingriff kann hiermit erfolgen.
•    Schnell und komfortabel
•    Keine Betäubung der Hornhaut
•    Kontakt- und schmerzfrei
•    Hochpräzise
•    Relevant für die Diagnostik und den Verlauf

Endothelzell-Mikroskopie
Die computergestützte Messung der Endothelzellen („Pumpzellen“) gibt uns Aufschluss über die Dichte und Struktur speziell der innersten Zellschicht der Hornhaut. Die Endothelschicht ist für die Transparenz der Hornhaut verantwortlich und besteht aus Zellen, die sich - einmal abgestorben - nicht wieder neu bilden. Im Laufe des Lebens ist es ein ganz normaler Prozess, dass die Zelldichte abnimmt. Wird allerdings eine gewisse Anzahl unterschritten, schwillt die Hornhaut an und trübt ein.
•    Schnell und komfortabel
•    Keine Betäubung der Hornhaut
•    Kontakt- und schmerzfrei
•    Hochpräzise
•    Relevant für die Diagnostik und den Verlauf
 

Hornhaut-Vernetzung (Crosslinking)

Seit gut 20 Jahren hat sich die Quervernetzung der Hornhaut, das sogenannte korneale kollagene Crosslinking, als hochwirksame Therapie etabliert, um eine Hornhautverkrümmung bei einem vorliegenden Keratokonus und ähnlichen fortschreitenden Hornhauterkrankungen zu stoppen.
Ziel der Vernetzung ist es, zusätzliche biochemische Verbindungen der Hornhaut zu erzeugen und dadurch mehr Stabilität zu erreichen.

Und so läuft die ambulante Behandlung ab:
Zunächst entfernen wir mit einem Spezialskalpell die oberste Zellschicht, das Epithel, um die Hornhaut durchlässig zu machen.

Im nächsten Schritt tragen wir Riboflavin-Tropfen auf. Dies ist ein Wirkstoff, der auch als Vitamin B2 bekannt ist und im Körper viele wichtige Funktionen übernimmt. Hier kann es die Energie des UVA- Lichtes aufnehmen.

Nachdem das Riboflavin ca. 15 Minuten auf die Hornhautzellen eingewirkt hat, wird das Auge für weitere zehn Minuten mit UVA-Licht mit einer Wellenlänge von 370nm bestrahlt.
Die Lichtstrahlen sorgen für eine Stabilisierung und regen eine Quervernetzung der Hornhautfasern an. Diese zusätzlichen Verstrebungen stärken das Gewebe und machen es stabiler und reißfester.
•    Ambulant
•    Im OP-Saal unter sterilen Bedingungen
•    Schmerzfrei durch betäubende Augentropfen

Prognose
Die kollagene Quervernetzung der Hornhaut stellt heutzutage ein äußerst wirksames Verfahren dar und verhindert bei nahezu allen Patienten ein Fortschreiten der Krankheit. In 80% der Fälle wird zudem eine Abflachung der Hornhaut erzielt, was zusätzlich zur Stabilisierung auch zu einer leichten Verbesserung der Sehschärfe führt. Die stabilisierende Wirkung auf die Hornhaut durch die kollagene Quervernetzung hat einen Langzeiteffekt von ca. 10 Jahren und länger.

Informationsbroschüre: Weitere Informationen finden Sie hier in der Bildschirm-Version oder als mobile Smartphone-Version.

Hornhauttransplantation (Keratoplastik)

Die Augenklinik des St.-Johannes-Hospitals hat sich in den vergangenen dreizehn Jahren zu einem Zentrum für Hornhauttransplantationschirurgie entwickelt.

Bei einer Transplantation wird das erkrankte Hornhautgewebe teilweise oder ganz durch eine Hornhautspende ersetzt. Die einzelnen Hornhautschichten sind bei den hier vorgestellten Erkrankungen der Hornhaut in unterschiedlichem Maß beteiligt. In vielen Fällen liegt eine Schädigung der untersten Zellschichten, dem Endothel und der Descemet-Membran, vor. In anderen Fällen jedoch zeigen sich krankhafte Veränderungen im Bereich der oberen Zellschichten einschließlich dem Stroma. Grundsätzlich lässt sich die Transplantation ausgewählter Schichten, die lamelläre Keratoplastik, von der Transplantation aller Hornhautschichten, der perforierenden Keratoplastik, unterscheiden. Welche der hier vorgestellten Behandlungen im individuellen Fall zu empfehlen sind, hängt immer auch davon ab, welche Zellschichten tatsächlich betroffen sind.

Perforierende Keratoplastik
•    Ersatz eines kreisrunden Scheibchens durch entsprechendes Gewebe einer Spenderhornhaut
•    Altbewährtes Verfahren
•    Stationärer Aufenthalt erforderlich

Hintere lamelläre Keratoplastik (DSAEK, DMEK)
•    Teil-Transplantation der hinteren Hornhautschichten durch entsprechendes Gewebe einer Spenderhornhaut
•    Spenderhornhaut wächst von allein an
•    Abstoßungsrisiko reduziert
•    Stationärer Aufenthalt erforderlich

Tiefe vordere lamelläre Keratoplastik (DALK)
•    Teil-Transplantation der vorderen Hornhautschichten durch entsprechendes Gewebe einer Spenderhornhaut
•    Gesundes Gewebe bleibt erhalten
•    Abstoßungsrisiko reduziert
•    Stationärer Aufenthalt erforderlich

Für alle Hornhauttransplantationen gilt in der Regel:
•    Stationäre Aufnahme
•    Ca. 4-5 Tage Krankenhausaufenthalt
•    Wahlweise Lokal- oder Vollanästhesie

Nachbehandlung
In den ersten Wochen und Monaten nach der Operation ist die Anwendung kortisonhaltiger Augentropfen notwendig, um Abstoßungsreaktionen gegenüber der Spenderhornhaut zu unterbinden. Darüber hinaus kann die Verwendung spezieller Kontaktlinsen angezeigt sein.
Der übliche Heilungsverlauf ist generell langwierig und es kann Wochen oder Monate dauern, bis sich das Sehvermögen verbessert.

 

Prognose
Die Transplantation einer Spenderhornhaut zeigt eine hohe Erfolgsquote. Dank ausgereifter Techniken, unserer langjährigen Erfahrung und ständiger Fortbildung im Bereich der Hornhautchirurgie sind wir in der Lage, viele Patienten mit der Keratoplastik vor einer drohenden Erblindung zu bewahren oder in vielen anderen Fällen zu neuem Sehvermögen zu verhelfen.

Informationsbroschüre: Weitere Informationen finden Sie hier in der Bildschirm-Version oder als mobile Smartphone-Version.